Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

„Zeugen ihrer Epoche“

25. September @ 18:00

Am 25. September 2022 um 18 Uhr findet im Rahmen der Kammermusik im Haus Wellensiek das nächste Konzert „Zeugen ihrer Epoche“ mit Werken aus dem Barock, der Wiener Klassik und der Moderne statt.

Das Trio Risonanze (Erika Ifflaender-Gehl, Violine; Marina Maestri-Foron, Violoncello; Djamilja Keberlinskaja-Wehmeier, Klavier) und der Klarinettist Jens Ubbelohde spielen Werke von Jean-Marie Leclair (1697 – 1764), Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791) und Paul Hindemith (1895 -1963).

Zu hören sein wird an diesem Abend die Sonate Nr. 8 in D-Dur aus op.2. von Jean-Marie Leclair, das „Divertimento“ (B-Dur KV 254) von Wolfgang Amadeus Mozart und das Klarinettenquartett (1938) von Paul Hindemith.

Jean-Marie Leclair, Tänzer und Ballettmeister in Lyon, war zu seiner Zeit ein sehr bekannter Geigenvirtuose und herausragender  Komponist. Er begründete maßgeblich die französische Violinschule und es gelang ihm in ganz besonderer Weise, französische und italienische Stilrichtungen miteinander zu verbinden. Dabei entwickelte er einen gleichermaßen eleganten wie brillanten eigenen Kompositionsstil und so ist es nicht verwunderlich, dass seine Werke schon zu Lebzeiten in einem Atemzug mit denen eines Antonio Vivaldi genannt wurden. 


Acht Jahre bevor Jean-Marie Leclair starb, wurde Wolfgang Amadeus Mozart geboren. Er prägte den weithin bekannten Stil der Wiener Klassik. Das “moderne” Klavier, wie wir es kennen, gab es zu seiner Zeit noch nicht; es wurde auf dem Hammerklavier oder gelegentlich auch auf dem Cembalo gespielt. Das in diesem Konzert erklingende Klaviertrio trägt den Namen „Divertimento“ (B-Dur KV 254), eine Form der Musik, die sich ganz besonders für das gesellige Vom-Blatt-Spiel in vornehmen Haushalten eignete. Mozart widmete dieses Werk seiner älteren Schwester „Nannerl“, einer wenig bekannten, aber begnadeten Pianistin.

Mit Paul Hindemith wird, kompositorisch betrachtet, ein ganz neues Kapitel aufgeschlagen. Seine Musik stand, wie das neue 20. Jahrhundert, für große stilistische Änderungen: Die Romantik wurde (nicht immer im Sinne des vorherrschenden Musikgeschmacks) abgelöst durch die sogenannte “Moderne”. Und so verwundert es nicht, dass in den frühen 1920er Jahren Paul Hindemith nicht nur als Avangardist sondern darüber hinaus bei vielen gar als „Bürgerschreck“ begriffen wurde.

Als dritter Programmpunkt dieses Abends wird sein Klarinettenquartett von 1938 zu Gehör gebracht. Auf den ersten Blick scheint  dieses Quartett das Werk eines „geläuterten“ Komponisten zu sein und weniger provozieren zu wollen. Beim näheren Hinhören jedoch wirkt das Werk wie ein elegischer Abgesang auf eine friedliche Epoche. 

Aktuell sind Veranstaltungsbesuche ohne Zugangsbeschränkung möglich. Wir empfehlen jedoch zu Ihrer eigenen Sicherheit, eine Maske zu tragen. Bitte achten Sie auch auf die Einhaltung der allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln. 

Haus Wellensiek,

Wellensiek 108 a
Bielefeld, 33619 Deutschland
Google Karte anzeigen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.